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 Vom Glück im Chor zu singen 

Konzertlesung mit Autor Stefan Moster 

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Foto©MarjoTykkyne 

 

Wer in einem Chor singt weiß, Singen erzeugt Glücksgefühle, es baut Stress ab und wirkt lebensverlängernd. Singen im Chor fördert den Gemeinschaftssinn und die Freude an der Musik. Wer singt, ist eins mit seinem Körper. Mit dem Elan des neugierigen Erzählers erkundet Stefan Moster in seinem kenntnisreichen und zugleich unterhaltsamen Buchs die Welt der Chöre: Vom Profichor bis zum kleinen Laienchor in der Provinz. Und er macht dabei überraschende Entdeckungen: Ob nun Stefan Mosters Großvater von 100 Sängern zum Geburtstag ein Ständchen gebracht wird, die Fans im Fußballstadion ihre Mannschaft im Chor anfeuern oder Arvo Pärt das Chorlied politisiert – so oder so, Singen bewegt. Die Lesung wird vom Chor des Musikgymnasiums begleitet, aber auch das Publikum ist eingeladen, an dieser besonderen Chorlesung mitzuwirken. 

In den Goldenen Zwanziger Jahren, die uns diesem Festivalsommer als Hintergrund begleiten, stand die Chormusik in einem Umbruch: neue Chorformationen (Arbeiterchöre und Singkreise) suchten Gemeinschaft und Sinn in einer fragmentierten Welt nach dem Ersten Weltkrieg. Überraschende Klangideale (anti-romantisch, Verfremdung) und neue weltanschauliche Funktionen (Gemeinschaft) des gemeinsamen Singens bildeten sich heraus. Der Chor wurde so zum akustischen Spiegel der Moderne - zwischen Heilung, Utopie und ideologischer Gefahr. Die Fragen von damals sind nach wie vor aktuell: Wie wollen wir gemeinsam klingen? Wie viel Individualität verträgt Gemeinschaft? Und was hält uns zusammen, wenn Gewissheiten zerbrechen. 

Stefan Moster lebt als literarischer Übersetzer und Schriftsteller in Berlin und im finnischen Porvoo. Er ist in einer Familie aufgewachsen, in der man, wie er selbst sagt, »dem Chorgesang gar nicht entkommen konnte«. Blockflöte, Gitarre, Oboe, Klavier gehörten zu seiner musikalischen Grundausbildung. Er hat das Libretto zu der Oper Galen. Der Kardinal von Thorsten Schmid-Kapfenburg geschrieben, zwei seiner Romane handeln von Musik: Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels (2009) und Bin das noch ich (2023), »ein Roman, der nicht nur Musikerherzen anspricht« (hr2 Kultur). 

 

 

 

 Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei. 

 

 

 Kooperation mit DENKBARES – www.denkbares.org 

 

 

Eintritt frei. Spenden willkommen.

Donnerstag, 21. Mai 2026 | 19:00 Uhr

LAHNSTEIN | Johanneskirche, Johannesstraße

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